Rhens im Krieg

Die Kämpfe:

Reste der deutschen 276. Volksgrenadier Division versuchten eine Verteidigungslinie östlich von Waldesch aufzubauen. Ihre Stärke reichte bei weitem nicht aus. Eiligst herangeführte Teile der Aufklärungsabteilung der  6. SS-Gebirgsdivision ("Nord") blockierten die heutige L 208 nach Rhens und verwickelten die anrückenden amerikanischen Verbände in ein sinnloses Kampfgeschehen, dass bis zum 18.03.1945 andauerte. Die letzte organisierte Verteidigung erfolgte am Lützelforst. 

Nur die  überlegene Taktik des US Colonels Robert B. Cobb, 1. Bat., 347. Infanterie Regiment, schützte Rhens vor Luftangriffen der 9. USAAF.

Die Aufklärungsabteilung der Nord befand sich am Bopparder Rheinufer und wartete auf das Übersetzen, als sie den Befehl zur Verteidigung von Rhens erhielt. Die Einheit selbst hatte sich tags zuvor mit der anrückenden amerikanischen 90. Infanterie Division bei Pfaffenheck ein blutiges Gefecht geliefert. Über hundert Mann der Nord fielen, darunter auch der Ritterkreuzträger G. Degen.

Überwiegend amerikanische Unterlagen aus dem Nationalarchiv und Zeitzeugen belegen die Kämpfe. Die genannten Örtlichkeiten wurden durch den Kampfmittelräumdienst abgesucht. Das präzise, oft lebensgefährliche Arbeiten förderte viele gefährliche Relikte zu Tage und bestätigte die amerikanischen Angaben.

 

Der Kampfmittelräumdienst im Rhenser Wald, rechts Frank Bender, Leiter der Räumgruppe Koblenz

(Foto: Richard Schneck)

 

 

                            

 

Munition für Panzerabwehrwaffe, Patronen und Handgranate (USA)                      (Fotos: Richard Schneck)

 

Deutsche Munition, Eihandgranate, Teile eines deutsche Stahlhelms und Tragegeschirrs in einer Kiste des Kampfmittelräumdienstes, Fundort Rhens.                                                                                                                                                                                (Foto: Richard Schneck)

 

                                       

 

Rätselhafte leere amerikanische Patrone aus dem 1. Weltkrieg, Kaliber .30-06. Sie war rot lackiert und wurde möglicherweise von einem US-Soldaten mit der Kette um den Hals getragen.                                                                                                                                               (Foto Richard Schneck)

 

Verpackungen von Greänkepulver (USA), oben links; Orangensaft, daneben: Bouillon, darunter der in Rhens sehr beliebte Kaffee, Fundort: Rhens                                                                                                                                                                            (Foto: Richard Schneck)

 

Zwei Stellungen neben der L 208                                                                                 (Foto: Richard Schneck)

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